Sonntag, 10. August 2014

Samstag morgen 5:15 Uhr


Ich habe kein SmartPhone. Mein Handy macht ziemlich pixelige Fotos...
Trotzdem: sieht fast schon romantisch aus!
Der Hinterhof des Wasserschlosses, wo mein Arbeitsgerät steht - hinter dem Tor. Gut gesichert!
Ich habe einen Schlüssel für das Tor. Ja, und dieser Schlüssel versagte Samstag morgen seinen Dienst! Er wollte einfach nicht in das Schlüsselloch...
Nach ein paar Versuchen habe ich die Leitstelle angerufen. Da war man auch erst mal ratlos. Ob ich den richtigen Schlüssel habe? Bei 5 Schlüsseln ist die Gefahr nicht so groß, sich zu vertun.
Dann kam der Vorschlag: "Fahr nach Bestwig und nimm einen der Ersatzbusse!"
Das Handy noch am Ohr, schubse ich die Tasche mit meinen persönlichen Dingen in den Kofferraum meines Autos, schließe den Deckel und im gleichen Moment: "Oh nein! DAS glaube ich ja jetzt nicht!"
Der Kollege am anderen Ende: "Was ist passiert?"
"Ich habe gerade meinen Autoschlüssel eingesperrt!"
Der Kollege: "Wenn es nicht zum Weinen wäre, müsste ich jetzt lachen!"
...und jetzt?
Nach ein paar fruchtlosen Vorschlägen hatte ich die Idee, den Kollegen anzurufen, der 3 Stunden später anfangen sollte. Der hat eine echt reife Leistung zustande gebracht! Aus dem Bett, in die Dienstkleidung, 10 km Anfahrtsweg - in einer halben Stunde. Dass er nicht begeistert war, könnt ihr euch ja vorstellen!
Als er ankam, lautete meine Begrüßung: "Kein guter Morgen!" "Nein!"
Er sortiert sein Schlüsselbund, steckt seinen Schlüssel in das Schloss - das Tor geht auf!
"...und jetzt du!" Ich demonstriere ihm, dass mein Schlüssel nicht passt. Er nimmt das Bund, guckt darauf und versucht einen anderen Schlüssel, der ähnlich aussieht. Passt nicht!
Er fängt meinen Dienst mit gut einer Stunde Verspätung an. Ich nehme einen der Dienstwagen und fahre nach Hause.
Endlich mal Glück! Die Haustür lehnt nur an und ich kann meine Ersatzschlüssel für Wohnung und Auto aus dem Keller holen.
Ich habe noch gut eine Stunde Zeit, bis ich den Dienst meines Kollegen anfangen muss.
So viel Adrenalin schon am frühen Morgen verschossen! Der Arbeitstag war lang...

Dafür habe ich heute gestrickt, was das Zeug hält...


Die Findlinge sind bis auf 60 cm gewachsen.
Ich wusste nicht, was aus dem Spinngarn und der Filisilk werden sollte...Da haben sich zwei gefunden, die zusammen gehören

Kommentare:

  1. So einen Beginn eines Arbeitstages braucht doch wohl wirklich kein Mensch!
    Aber deine Steine entschädigen reichlich, die Farben entwickeln sich (für mich unerwartet) gut.

    Ruhige Grüße
    Lehmi

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  2. Ich wünsche dir Heute einen ruhigen Arbeitstag....uffff !
    Da ist man ja schon durch den Wind, wenn man das gelesen hat.
    Deine Findlinge entwickeln sich prächtig... auch mit, oder trotz des Grün's.....
    Grüessli Pia

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  3. ja, solche Tage streicht man am besten gleich wieder aus dem Kalender ☺ muss man nicht haben ☺

    Die Findlinge werden toll mit diesem Farbverlauf ... gefällt mir gut ☺

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  4. Ich kann mir sehr gut vorstellen wie du da gestanden bist......... Allerdings bei deiner Beschreibung kann man gar nicht anders, man muss zuerst einmal lachen. Das ist wohl beim Menschen so, dass man "fast" immer ueber das Ungeschick anderer lacht.
    Aber zum Glueck passiert dir sowas ja nicht jeden Tag.

    Baci, Monika

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  5. Ein wunderschönes Bild,nur die Geschichte war nicht so toll,so viel Pech auf einmal,ich konnte dir direkt nach fühlen:( Zum Glück gehen auch solche Tage vorbei,gell!
    LG Sonja

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  6. Ups..noch was vergessen,das Tuch wird eine Wucht,die Farben kommen da sehr gut raus!

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  7. Wie war das doch gleich?
    Ein Unglück kommt selten allein.
    Dein Tuch wird toll.
    LG Ute

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